Kommunale Schwimmbäder: Senkung der Betriebskosten durch Filterung ohne Verbrauchsmaterialien

von | 13 Aug. 2026

*In den technischen Abteilungen der Kommunen galt das städtische Schwimmbad lange Zeit als finanzielles Fass ohne Boden. Zwischen Energiekosten, gesetzlichen Auflagen und laufender Instandhaltung ist es schwer, einen Haushaltsposten zu finden, dessen Kosten nicht von Jahr zu Jahr steigen. Und unter all diesen Posten gibt es einen, den man viel zu oft außer Acht lässt: die Filteranlage.

Druckanlagen

Ein Aquapark, ein Schwimmzentrum oder ein städtisches Schwimmbad hat nichts mit einem privaten Schwimmbecken zu tun. Das Gesetz schreibt eine kontinuierliche Filterung vor – Tag und Nacht, das ganze Jahr über –, mit regelmäßigen Wasseruntersuchungen und Qualitätsgrenzwerten, die stets eingehalten werden müssen. Eine Pause ist nicht möglich: Das Becken läuft, auch wenn es leer ist.

Hinzu kommt eine Besucherzahl, die sich zwischen einem Vormittag im Januar und einem Samstagnachmittag im Juli verdreifachen kann. Sonnencremes, Körperrückstände, Staub, organische Stoffe: All diese Verunreinigungen gelangen ins Wasser und müssen aufgefangen werden. Ein System, das für den Sommerandrang ausgelegt ist, läuft den Rest des Jahres im Leerlauf, und umgekehrt stößt ein unterdimensioniertes System bereits bei den ersten schönen Tagen an seine Grenzen. Das Ergebnis: Entweder wird zu viel verbraucht, oder man geht Risiken hinsichtlich der Wasserqualität ein.

Und dann ist da ganz einfach noch die Frage des Geldes. Die Kommunen müssen jedes Jahr zwischen Dutzenden von Bedürfnissen abwägen, und ein Wartungsbudget, das steigt, ohne dass man genau versteht, warum, zieht letztendlich immer die Aufmerksamkeit eines Politikers oder eines Finanzleiters auf sich. Sandwechsel, Austausch von Filterpatronen, Wasserverlust bei der Rückspülung, Arbeitsstunden des technischen Personals: Die Kosten steigen schnell an und werden bei der Aufstellung des Haushaltsvoranschlags oft unterschätzt.

Die wahren versteckten Kosten herkömmlicher Filter

Nehmen wir einen Sandfilter, die in öffentlichen Schwimmbädern am weitesten verbreitete Lösung. Er erfüllt seinen Zweck, das bestreitet niemand. Doch bei jeder Rückspülung werden zwischen 2 und 5 % des Gesamtvolumens des Beckens abgeleitet. Bei einem mittelgroßen Schwimmbad sind das mehrere Dutzend Kubikmeter Trinkwasser, die jede Woche in die Kanalisation geleitet werden – ganz zu schweigen von den Heizkosten für dieses Wasser, das anschließend wieder aufgefüllt werden muss.

Patronenfilter hingegen versprechen eine feinere Filterung auf kleinerem Raum. Theoretisch klingt das verlockend. In der Praxis kann eine Gemeinde, die ihre Kartuschen wöchentlich austauschen muss, allein für diesen Posten Kosten von über zehntausend Euro pro Jahr haben, ohne die Arbeitskosten mitzurechnen. Hinzu kommen Lagerung, Bestelllogistik und das Risiko von Lieferengpässen zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Kurz gesagt: Die beiden am weitesten verbreiteten Technologien haben eines gemeinsam: Sie basieren auf Verbrauchsmaterialien. Und ein Verbrauchsmaterial ist per Definition eine wiederkehrende Ausgabe, die niemals aufhört.

Ein anderer Ansatz: Filtern, ohne etwas wegzuwerfen

Genau diese Prämisse wollte Hectron in Frage stellen. Seit mehr als zwanzig Jahren entwickelt das Unternehmen aus Nizza selbstreinigende Filter für die Industrie, die Trinkwasseraufbereitung oder auch kommunale Versorgungsnetze, bevor es diese Technologie auf Gemeinschaftsbäder anpasste.

Das Prinzip ist leicht zu verstehen, auch wenn es auf hochspezialisiertem technischem Know-how beruht. Ein Edelstahlsieb, dessen Maschen Partikel bis zu einer Größe von 2 Mikrometern zurückhalten, ersetzt den Sand oder die Filterpatrone. Wenn der Druck aufgrund von Verschmutzungen ansteigt, wird eine Absaugvorrichtung aktiviert, die das Sieb von innen reinigt, ohne den Filterbetrieb des Beckens jemals zu unterbrechen. Nichts muss entsorgt werden, es müssen keine Filterpatronen bestellt werden: Der Edelstahl bleibt Zyklus für Zyklus an Ort und Stelle.

Konkret bedeutet dies, dass ein Betreiber weder einen Vorrat an Verbrauchsmaterialien überwachen noch Austauschmaßnahmen planen muss. Die Wartung beschränkt sich auf eine regelmäßige Überprüfung, die weitaus weniger zeitaufwendig ist als eine herkömmliche Wartung.

Welche Modelle für welche Becken?

Für Schwimmbäder setzt Hectron hauptsächlich auf seine AG-Reihe, die für hohe Durchflussmengen und den professionellen Einsatz konzipiert ist. Je nach Beckengröße und zu behandelnder Durchflussmenge stehen verschiedene Modelle zur Auswahl: Der AG100 eignet sich für kleinere Anlagen mit einem Durchfluss von bis zu 12 m³/h, während der AG200 und der AG300 Durchflussmengen von bis zu 45 bzw. 120 m³/h bewältigen. Für größere Anlagen, wie beispielsweise einen Wasserpark oder ein Schwimmzentrum mit mehreren Becken, kann der Filter AG400 bis zu 340 m³/h bewältigen.

Alle diese Filter arbeiten mit einem Edelstahlgehäuse und einer automatischen Steuerung, die durch den Druckunterschied zwischen der Ein- und Auslassseite des Filters ausgelöst wird. Mit anderen Worten: Die Reinigung wird nur dann ausgelöst, wenn sie notwendig ist – weder zu früh noch zu spät –, wodurch der Wasserverbrauch für die Reinigung selbst auf weniger als 1 % der Filterdurchflussmenge begrenzt wird.

Was sich in der Praxis ändert

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht das Ausmaß der Veränderung. Auf einem Campingplatz im Departement Var konnte durch den Austausch eines Sandfilters gegen ein Hectron-System die Grundfläche des Technikraums bei einer Durchflussmenge von 200 m³/h von 15 auf nur noch 2 m² reduziert werden. Was den Wasserverbrauch angeht, ist der Unterschied noch eindrucksvoller: von 10 m³ pro Tag in der Hochsaison auf nur noch 1 m³, was einer Senkung um 90 % entspricht.

Für eine Kommune bedeutet ein solches Ergebnis unmittelbar messbare Einsparungen: weniger eingekauftes und erwärmtes Trinkwasser, weniger zu entsorgender Abfall, weniger Arbeitsstunden für die Wartung sowie ein Technikraum, der neu gestaltet oder für andere Zwecke freigegeben werden kann. Die Anfangsinvestition ist zwar höher als bei einem herkömmlichen Sandfilter, doch die Amortisationszeit liegt je nach Standortkonfiguration in der Regel zwischen zwei und vier Jahren, bevor sich daraus ein reiner Nettogewinn ergibt.

Eine Entscheidung mit langfristiger Perspektive

Für die Betreiber öffentlicher Schwimmbäder ist die Frage nicht mehr nur technischer Natur, sondern auch politischer und haushaltspolitischer Art. Einen wiederkehrenden Ausgabenposten senken, den Trinkwasserverbrauch vor dem Hintergrund knapper Ressourcen verringern, den Wartungsabfall begrenzen: Das sind Argumente, die sowohl die technischen Dienste als auch die um ihr Betriebsbudget besorgten Politiker überzeugen.

Hectron, ein französischer Hersteller mit Sitz in Nizza, hat bereits Tausende von Anlagen in 64 Ländern ausgestattet, wobei die Referenzkunden von großen Konzernen wie Veolia oder Suez bis hin zu Betreibern von Schwimmbädern und Campingplätzen reichen. Diese Erfahrung, die in Branchen gesammelt wurde, in denen Zuverlässigkeit nicht verhandelbar ist, findet heute einen natürlichen Anwendungsbereich in kommunalen Schwimmbädern, wo jeder Euro, der beim Betrieb eingespart wird, ein Euro ist, der anderweitig reinvestiert werden kann.

Für Kommunen, die eine Sanierung ihres Technikraums planen oder einfach nur die ausufernden Betriebskosten wieder in den Griff bekommen wollen, ist die Filterung ohne Verbrauchsmaterialien eindeutig eine Überlegung wert.