Lebensmittelindustrie: Filtration für die Reinigung und Verarbeitung

von | 6 Okt. 2026

In einem Lebensmittelbetrieb ist Wasser allgegenwärtig. Es dient zum Waschen der Rohstoffe, zur Reinigung der Produktionslinien, zur Kühlung der Anlagen und wird manchmal sogar direkt in die Zusammensetzung eines Produkts eingearbeitet. Es versteht sich also von selbst, dass man es sich nicht leisten kann, irgendetwas hineinzugeben. Ein bisschen Sand, Metallpartikel aus den Rohrleitungen, organische Rückstände, die aus einem schlecht gewarteten Leitungsnetz aufsteigen – und schon kann eine ganze Produktionskette gefährdet sein, ganz zu schweigen von den Gesundheitsrisiken. Hier kommt die automatische Filtration ins Spiel – ein Gebiet, auf dem sich Hectron bestens auskennt.

Prozesswasser, das keine Fehler verzeiht

Ob das Wasser nun aus einem Bohrbrunnen, einem Fluss oder dem öffentlichen Wassernetz stammt – es transportiert immer etwas mit sich: Kalk, feine Partikel, manchmal Mikroorganismen oder Ablagerungen, die sich im Laufe der Zeit von den Rohrleitungen selbst lösen. Für einen Lebensmittelbetrieb ist das kein Bagatellproblem. Eine verstopfte Waschdüse bedeutet einen Stillstand der Produktionslinie. Ein Wärmetauscher, der sich aufgrund von Schwebeteilchen verkalkt, führt zu einem Einbruch der Energieeffizienz. Und wenn das Wasser direkt mit dem Produkt in Berührung kommt, wie beispielsweise in einem Einweichbecken oder einer Gemüsewaschanlage, wird schon die geringste Verunreinigung zu einem Qualitäts- oder sogar zu einem Gesundheitsrisiko.

Die selbstreinigenden Filter von Hectron aus den Baureihen AS und AG wurden genau für diese Art von Anforderungen entwickelt. Das Prinzip ist seit jeher dasselbe: ein Filtersieb, das die Partikel zurückhält, ein automatisches Abreinigungssystem, das diese ohne menschliches Eingreifen entfernt – und somit müssen keine Filterpatronen gewechselt werden und es kommt zu keinen Produktionsausfällen aufgrund von Wartungsarbeiten. An einem Standort der Lebensmittelindustrie, wo oft hohe Durchsatzraten herrschen und jede Unterbrechung kostspielig ist, macht dieser Betrieb ohne Verbrauchsmaterialien einen echten Unterschied.

In Molkereien: Schutz eines empfindlichen Produkts zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten

Milch ist ein lebendes, launisches Produkt, das keine Ungenauigkeiten duldet. In einer Molkerei kommt Wasser auf mehreren Ebenen zum Einsatz: beim Reinigen der Tanks, bei der Reinigung vor Ort (dem sogenannten CIP), beim Kühlen der Milch nach der Anlieferung oder auch bei der Versorgung der Kühltürme, die die thermischen Prozesse begleiten. Partikelreiches Wasser beschädigt die Kreisläufe, begünstigt die Verschmutzung der Wärmetauscher und kann im schlimmsten Fall Verunreinigungen in eine Umgebung einbringen, die eigentlich makellos bleiben soll.

Ein automatischer Filter, der dem Prozessnetz vorgeschaltet ist, sorgt für eine konstante Wasserqualität ohne Druckschwankungen, was bei der Arbeit mit präzise kalibrierten Pasteurisierungs- oder Homogenisierungsanlagen von enormer Bedeutung ist.

Konservenindustrie: Bei der kontinuierlichen Reinigung gibt es keinen Spielraum für Ungenauigkeiten

Konservenfabriken arbeiten oft mit beträchtlichen Wasserdurchflussmengen, schon allein für das Waschen von Obst, Gemüse oder Fisch vor der Verarbeitung. Hier spielt die Filtration eine doppelte Rolle: Sie gewährleistet die Sauberkeit des Produkts und schützt die Anlagen, die in der Hochsaison manchmal rund um die Uhr in Betrieb sind.

Genau diese Art von Anwendungsfall findet sich in den Referenzprojekten von Hectron wieder. Bei Fleury Michon in Chantonnay hatte das Werk ein klassisches Problem: Die vorhandenen Filter mit einer Filterfeinheit von 500 Mikrometern reichten nicht mehr aus, um am Ausgang der Abwasseraufbereitungsanlage Wasser von zufriedenstellender Qualität zu erzielen. Die Lösung bestand darin, einen automatischen Filter vom Typ AG200 zu installieren, der diesmal auf 200 Mikrometer kalibriert war. Dadurch konnte die Filterfeinheit deutlich erhöht werden, ohne den Betrieb zu verkomplizieren. Dies ist ein recht aussagekräftiges Beispiel dafür, was die Lebensmittelindustrie von einem Filterlieferanten erwartet: eine präzise technische Lösung, die auf einen konkreten Bedarf vor Ort zugeschnitten ist, und keine generische Lösung, die auf alle Situationen pauschal angewendet wird.

Schlachthöfe: Sauberes Wasser als vorrangiges Gesundheitsanliegen

In einem Schlachthof stellt sich die Frage nach der Wasserqualität noch dringlicher. Das Waschen der Schlachtkörper, die Reinigung der Zerlegungsstationen, die Desinfektion von Böden und Anlagen: Alles hängt von Wasser ab, dessen Qualität Tag für Tag konstant und einwandfrei bleiben muss. Eine Kreuzkontamination durch schlecht gefiltertes Wasser kann unmittelbare gesundheitliche Folgen haben, und die Kontrollen in diesem Bereich sind besonders streng.

Die automatische Filterung bietet hier eine einfache, aber wirksame Lösung: Sie entfernt kontinuierlich Partikel, die sich in den Rohrleitungen ansammeln und als Nährboden für Bakterienwachstum dienen könnten, und gewährleistet gleichzeitig einen stabilen Druck an den Waschstationen. Wie bei anderen Anwendungen in der Lebensmittelindustrie ist der Verzicht auf aufwendige Wartungsarbeiten ein echter Vorteil in einem Umfeld, in dem die Teams bereits voll und ganz mit der Einhaltung der Hygienevorschriften beschäftigt sind.

Ein maßgeschneiderter Ansatz, kein Standardprodukt

Was sich bei den von Hectron realisierten Anlagen zeigt, ist, dass es keine Einheitslösung für die Lebensmittelindustrie gibt. Ein Durchfluss von 50 m³/h am Ausgang einer Kläranlage hat nichts mit den Anforderungen einer Gemüsewaschanlage oder eines Kühlnetzes in einer Molkerei zu tun. Die Filterfeinheit, der Betriebsdruck, das Filtermaterial (Edelstahl 316L setzt sich in dieser Branche aus hygienischen Gründen oft durch) – all dies wird von Fall zu Fall angepasst, je nach Prozess und Qualität des am Einlass verfügbaren Wassers.

Mit mehr als 6.000 realisierten Projekten und 30 Jahren Erfahrung in der automatischen Filtration unterstützt Hectron die Unternehmen der Lebensmittelindustrie bei der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen hygienischen Anforderungen, industrieller Zuverlässigkeit und einfacher Bedienung. Ein Thema, das sich – wie man nun verstanden hat – niemals auf einen einfachen, an einem Rohr angebrachten Filter beschränken lässt.